5 Kommentare09.08.2010

Wyclef Jean: (K)ein guter Präsident?

Der Musiker will im November 2010 Staatsoberhaupt von Haiti werden. Vielen Promis schmeckt das gar nicht. Sein Ex-"Fugees"-Kollege Pras lästert: "Dass er Präsident von Haiti wird, sehe ich nicht…"

Abstimmen!

Kann Musiker Wyclef Jean dem Karibikstaat als Politiker aus der Krise helfen?

  • Nein, Promis sollten sich aus der Politik raus halten.
  • Ja, der Rapper steckt doch sein ganzes Herzblut in den Wiederaufbau!

Politik und Show-Bizz sind in Amerika eng miteinander verwoben. Bestes Beispiel: Der einstige Hollywood-Actionheld Arnold Schwarzenegger ("Terminator") ist mittlerweile Gouverneur von Kalifornien.

Da verwundert es sicher keinen, dass Rapper Wyclef Jean (37, Ex-"Fugees") im November bei den Präsidentschafts-Wahlen in Haiti kandidieren wird, oder?

Ohh, doch! Viele seiner Kollegen sind skeptisch, ob der zweifellos talentierte Sänger auch politisch Erfolg haben wird. Das berichtet die "Bild.de".

Gegenüber dem Magazin "US Weekly" lästerte Ex-"Fugees"-Bandkollege Pras Michel (37): "Dass er Präsident von Haiti wird, sehe ich nicht (...). Seine Pläne sind so allgemein gehalten."

Laut Pas sei der Präsidenten-Job einfach eine Nummer zu groß für Wyclef, der keine Erfahrung als Politiker vorzuweisen habe. Seiner Meinung nach könnte der Musiker dem Land viel besser dienen, indem er wie bisher seinen Promi-Status dafür nutzte, um weiter in der ganzen Welt Spenden für Haiti zu sammeln.

Und auch Hollywoodstar Sean Penn (49) – bekannt für sein politisches Engagement – ist sich unsicher! Er bezweifelt, dass der politisch völlig unerfahrene Wyclef Jean das arme Haiti aus der Krise führen kann.

Penn sagte in der der "Larry-King"-Show: "Er wird eine Menge Unterstützung von den Vereinigten Staaten erhalten. Ich muss sagen, dass ich der Sache wirklich misstrauisch gegenüber stehe."

Der Schauspieler setzt noch einen drauf und behauptet, dass Wyclef Jean Spendengelder in Höhe von rund 400 000 Dollar (ca. 300 000 Euro) nach dem schrecklichen Erdbeben im Januar 2010 falsch eingesetzt habe. Außerdem, so Penn, habe er in den letzten sechs Monaten, die er selbst in Haiti verbrachte, weder etwas von dem Musiker gehört noch gesehen.

Diese bösen Seitenhiebe lässt der Rapper natürlich nicht unkommentiert auf sich sitzen.

In der "Gayle-King"-Show kontert Jean: "Was Sean Penn wissen sollte: Wenn ich nicht in Haiti gewesen wäre, nachdem [der frühere] Präsident Jean-Bertrand Aristide nicht mehr da war, wenn ich nicht [meine Stiftung] 'Yéle Haiti' gegründet hätte, um die Gewalt zu stoppen, dann wäre es gar nicht möglich gewesen, dass er nach Haiti reist."

Eins steht also fest! Der Musiker, selbst In Haiti geboren, wird für seine Heimat kämpfen. Ob als Staatsoberhaupt oder als ehemaliger Bürger des Karibikstaats? Das werden wir erst am 28. November erfahren. Dann wird das krisengebeutelte Land nämlich seinen neuen Präsidenten wählen...

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Kommentare

Barkeeper Fan 11.08. 12:14 Uhr 1 3

Seine Musik ist wirklich Klasse, aber jetzt eine Politikerkarriere ? No way !

Petzen! #5

didda Paparazzo 10.08. 18:00 Uhr 5 1

Schlimmer als es jetzt ist kann es ja kaum werden.

Petzen! #4

DragonLea B-Promi 09.08. 16:11 Uhr 10 9

ach ich denke man sollte ihm eine chance geben oder?

Petzen! #3

Schokomuffin Rockstar 09.08. 14:33 Uhr 13 0

Vielleicht lieber ein Promi als ein korrupter Politiker?

Petzen! #2

Snaily70 GURU 09.08. 13:52 Uhr 7 4

Bin auch der Meinung dass sich Showstars nicht unbedingt auf Präsidentenämter bewerben müssen um einem Land zu helfen, Jean könnte das mit seiner Stiftung und seinem Promistatus doch viel besser machen als wenn er sich in politische Ränkespielchen verwickeln lässt. Viiele Promis sind politisch tätig und sammeln Spendengelder usw. . Und Arnie hätte das wohl auch besser lassen sollen, ich glaube der ist als Gouverneur von Kalifornien nicht so erfolgreich wie als Schauspieler ;))

Petzen! #1
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