Sean Penn: Der asoziale Aktivist
Sean Penn entspricht nicht gerade dem Klischee eines Hollywoodstars. Er ist kein glattgebügelter Schönling, kein übercharmanter Ja-Sager, kein Partystammgast. Tatsächlich scheint er ausschließlich aus Ecken und Kanten zu bestehen.
Tatsächlich scheint er ausschließlich aus Ecken und Kanten zu bestehen.
Seinen Status als einer der bedeutendsten Schauspieler der Gegenwart, hat er sich durch unzählige Charakterrollen erarbeitet, er spielte u.a. einen Mörder in der Todeszelle in "Dead Man Walking", einen geistig zurückgebliebenen Vater in "I Am Sam", für die Rolle des Lynchjustiz übenden Jimmy Markum in "Mystic River" bekam er 2004 den Oscar als bester Hauptdarsteller, genau so wie 2009 für seine Rolle des sich für Schwulenrechte einsetzenden Politikers Harvey Milk in "Milk".
Und auch privat gilt er nicht gerade als überaus umgänglich oder einfach. Er hatte etliche Beziehungen (u.a. mit Elizabeth McGovern, Susan Sarandon und Sängerin Jewel), war zwei Mal verheiratet, eine geradezu skandalöse und wohl auch nicht gewaltfreie Ehe führte er mit Madonna.
Auf der anderen Seite ist er bekannt für sein soziales Engagement, zurzeit vor allem in den im letzten Jahr vom Erdbeben betroffenen Gebieten in Haiti. Er hat dort die Hilfsorganisation "J/P Haitian Relief Organization" mitgegründet – eine Arbeit, die merkwürdigerweise zu einem Konkurrenzkampf mit anderen prominenten Helfern wie Wyclef Jean geworden ist.
In einem Interview mit dem "New York Times Style Magazine" erzählt der Schauspieler darüber, welche Wichtigkeit diese humanitäre Arbeit für ihn hat und mit welchen Problemen sie verbunden ist, doch hin und wieder bricht der grantige und unangepasste Penn durch.
Er sei kein guter und sozialer Mensch, gibt er zu: "Nein, das bin ich wirklich nicht. Es gibt diese großen Momente, in denen ich mich der Menschheit sehr verbunden fühle, aber diese Momente kenne ich nicht, wenn es um menschliche Wesen geht. Solange jemand meine Sorgen und Ängste nicht teilt, weiß ich noch nicht mal, wer sie sind und ansonsten sind sie auch nicht mehr als Teilhaber meiner Ängste. Ich liebe die Menschheit, aber nicht die Menschen. Ich komme nicht gut mit Menschen klar. Das war schon immer so."
Man könnte das als Bekenntnis zu Asozialität begreifen. Wie wohl Scarlett Johansson (26), die in letzter Zeit regelmäßig an Penns Seite zu beobachtende Frau damit umgeht?
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toller typ, ich hätte nie gedacht, dass er so ein privates interview gibt...
und nu? was machen wir jetzt aus diesem Artikel *gggg






