Micaela Schäfer, Gina-Lisa Lohfink & Co: "Billig"-Tussi-Werbespots zu sexistisch?
Dass die TV-Werbekampagne des Online-Shops "Redcoon" die Gemüter erhitzen würde, war von Anfang klar - genau das war schließlich auch das Ziel der Werbeagentur "Serviceplan".
Unter dem Motto "Die billigsten Mädchen Deutschlands" zeigen sich in den umstrittenen Spots mit Micaela Schäfer, Gina-Lisa Lohfink, Jordan Carver und Sandra Lang vier der bekanntesten Busenwunder des Landes von ihrer schlüpfrigsten Seite.
In den an Reality-Formate á la "Germanys next Topmodel" angelehnten Filmchen kann man die vier Mädels beim leichtbekleideten Relaxen in ihrer Villa mit Pool begutachten. Nebenbei wird auf die "haufenweise scharfen Produkte" im Angebot des Online-Shops hingewiesen.
Das Ganze ist also ein anzügliches Spiel mit dem Wort "billig", dass sich offiziell natürlich auf die günstigen Produktangebote und nicht auf die "billigen" Tussi-Testimonials bezieht. Doch so, wie die Kampagne gestrickt ist ("Gina-Lisa steht auf Super-Billig"), bleibt dem Zuschauer gar nichts anderes übrig, als das "billig" auch auf die beteiligten Mädels zu beziehen.
Bei allem offensichtlichen Sexismus haben diese Werbespots durchaus einen gewissen Unterhaltungswert, mit viel gutem Willen könnte man sie sogar als Parodie auf die gegenwärtige TV-Kultur interpretieren.
Doch einige Zuschauer konnten sich nicht über diese schrille "Billig"-Werbung amüsieren - und legten beim deutschen Werberat Beschwerde wegen ihrer mutmaßlich frauenverachtenden Tendenz ein.
Bei der Firma Redcoon geht man ziemlich gelassen mit dem Thema um. Die Marketingleiterin von "Redcoon" äußerte sich dazu gegenüber dem Werbe-Fachblatt "Horizont.net" folgendermaßen:
"Wir sind davon überzeugt, dass unsere aktuellen Werbespots bei einer objektiven Betrachtung nicht als herabwürdigend oder frauenfeindlich missverstanden werden können. Natürlich spielen wir in den Spots mit der Doppeldeutigkeit des Wortes ‚billig‘. Bei Redcoon kann man Elektronik besonders günstig, oder eben „billig" kaufen. Unsere Testimonials treiben dafür ihr Image mit viel Humor und Selbstironie die Spitze. Die Inszenierung der Szenen ist dabei keineswegs billig, sondern mit Stil und Grandezza".
Dass man die Geschichte mit etwas mehr Humor nehmen sollte , findet auch der Chef des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft Volker Nickel: "Mein Eindruck ist, dass es sich bei den Redcoon-Spots um eine werbliche Klamotte handelt, die als solche auch von den Mediennutzern erkennbar ist".
Sieht ganz so aus, dass sich jeder seine eigene Meinung darüber bilden muss, ob die Kampagne nun billig, sexistisch oder großes Kino ist. Die heißen Clips findet ihr unter redcoon.de
Keine von ihnen braucht man
sinnlose Frauen
da gibt es nichts ironisches
Die Frauen machen keinen Sinn !
die Wissen nicht was Ironie ist .








