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Günther Jauch über die Deutschen: Die Menschen haben weniger Hoffnung

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Günther Jauchs Fazit über die Mentalität der Deutschen © Cover Media

Moderator Günther Jauch (56) wünscht sich mehr Optimisten in Deutschland. Vorbild sei hier beispielsweise die Stehaufmännchen-Mentalität der US-Amerikaner.

Am 9. Dezember schaute der TV-Liebling ("Wer wird Millionär?") in "2012! Menschen, Bilder, Emotionen" auf das vergangene Jahr zurück. In einem Interview mit RTL hatte der Moderator schon vorab verraten, was ihm dieses Jahr besonders aufgefallen ist.

"Man merkt, dass immer mehr Menschen das Gefühl haben, einfach keine Chance im Leben zu haben. Sie haben das Gefühl, die Schule nicht zu schaffen, keinen Abschluss zu bekommen, keinen Ausbildungsplatz zu erhalten, nie eine Familie ernähren zu können. In unserer Gesellschaft entwickelt sich alles auseinander und die Zahl der Mutlosen ist gestiegen."

In anderen Ländern sei diese Verzweiflung nicht so schlimm. Mit Blick auf Amerika und die Katastrophen, die der Kontinent in diesem Jahr überstehen musste, sinnierte Jauch.

"Mir ist anlässlich der amerikanischen Wahlen und im Zusammenhang mit dem Wirbelsturm Sandy wieder einmal aufgefallen, wie zuversichtlich die Menschen dort sind, auch wenn sie Haus und Hof entweder durch die Immobilienkrise oder durch den Wirbelsturm verloren haben. Die sagen sich: 'Jetzt packen wir es wieder an und ich weiß, dass ich es schaffen werde!' Ein Bisschen von dieser amerikanischen Mentalität könnte uns, glaube ich, gut tun."

Er selbst wird jedenfalls mit voller Power ins neue Jahr starten – an weniger Arbeit ist dabei nicht zu denken. Beschweren allerdings will sich Günther Jauch nicht: "Ich habe über so viele Jahre das Glück gehabt, dass noch nie eine Sendung ausfallen musste, weil ich krank geworden bin. Wenn das so bleibt, bin ich im wahrsten Sinne des Wortes heilfroh. Viel mehr kann man nicht erwarten."

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GURU

Oops, sorry, hab das Datum zu spät gesehen...

Petzen!#6
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GURU

"Ein Bisschen von dieser amerikanischen Mentalität könnte uns, glaube ich, gut tun."
Da hat er nicht ganz unrecht... aber uns könnte auch ein wenig von der französischen, italienischen, spanischen, griechischen oder aktuell türkischen Mentalität nicht schaden. Die Leute in diesen Ländern gehen nämlich für ihre Interessen auf die Straße und wissen noch, wie man sich solidarisiert.

Petzen!#5
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GURU

Das alles kommt nur weil sich viele Bürger durch z.B. Reklame einreden lassen viel Besitz, egal in welcher Form, anzuhäufen. Wenn es nicht klappt gibt es immer ein langes Gesicht und unwohlsein. Satt sein, nicht frieren und nicht dursten sind schon erheblich mehr als andere Menschen in der Welt haben, daran solltet ihr euch messen !

Petzen!#4
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GURU

So, wünscht er sich das?
Er als Millionär hat ja leicht reden. Er bekommt ja sicherlich Millionen für seine TV-Auftritte.
Aber der Normalbürger hat es immer schwieriger. Das gesamte Weltfinanzsystem steht kurz vor dem Zusammenbruch, da die Geldmenge steigt, aber die Wirtschaftsleistung allmählich an ihre Grenzen kommt. In wenigen Jahren könnte es bereits so sein, dass wir für unsere Arbeit bezahlen müssen, nämlich dann wenn die Geldmenge das BIP überschreitet.
Seit Jahren sinken die Löhne, da kein Inflationsausgleich statt findet. Die paar Prozent, die die Gewerkschaften noch aushandeln, sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Und die Firmen wollen nicht mehr bezahlen, jammern jetzt schon, dass die Personalkosten zu hoch sind.
Die sollen sich mal fragen, wer noch ihre Produkte kaufen soll, wenn die Löhne immer weiter sinken!
Und bei all der Zeitarbeit soll man dann noch optimistisch sein. Das ist doch eine Farce!

Petzen!#3
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GURU

Ich bin kein Fan davon anderen Leuten die Schuld zu geben, aber bei uns hat die Politik der letzten 15 Jahre auch massiv dazu beigetragen, daß die Leute irgendwann Lust und Mut verlieren.

Petzen!#2
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