14 Kommentare

Cindy aus Marzahn dick in der "New York Times"

Ilka Bessin (41), besser bekannt als Cindy aus Marzahn, hat es aus dem Hartz-IV-Ghetto bis in die "New York Times" geschafft.

Kein Wunder, dass irgendwann auch Amerika auf die schrillste Ulknudel Deutschlands aufmerksam werden musste. Schließlich verkörpert die wortgewaltige Wuchtbrumme perfekt den dort besonders geliebten Mythos "Vom Tellerwäscher zum Millionär".

Am vergangenen Samstag widmete die Onlineausgabe der "New York Times" Cindy daher ein ausführliches Porträt, in dem ihr atemberaubender Aufstieg von der hoffnungslosen Ost-Berliner Hartz-IV-Empfängerin zum deutschen Comedy-Star und schrägen Sidekick von Markus Lanz bei "Wetten, dass..?" beschrieben wird.

Unter dem Titel "An Accidental Comedian of the People" ("Volks-Komikerin aus Zufall") wird der Frage nachgegangen, warum Ilka Bessin mit ihrer Figur der Ghetto-Prinzessin "Cindy aus Marzahn", in Deutschland derartige Erfolge feiert.

Der Autor kommt zum Schluss, dass dies wohl daran liegen müsse, dass Bessin die Lebenswirklichkeit des Prekariats aus eigener Erfahrung sehr genau kennt und daher auch besonders gut zum Klischee verdichten kann:

"Mit ihrer lockigen, wasserstoffblonden Perücke und dick aufgetragenem Lidschatten in Pink" verkörpere Cindy die "schlimmsten Vorurteile" über weibliche Sozialhilfe-Empfängerinnen aus Ost-Berlin.

Der Artikel zeichnet mit ziemlicher Gründlichkeit den außergewöhnlichen Lebensweg Bessins nach:

Von ihrem tristen Job in einer DDR-Großküche über ihren Absturz in die Arbeitslosigkeit nach der Wende, von der Zeit des Hartz-IV-Elends, in der sie nur noch „im Bett lag und Fernsehen guckte, an Gewicht zulegte und ihre Motivation verlor” bis hin zu dem Wendepunkt ihres Lebens im Jahr 2004, als sich ihr durch reinen Zufall der Weg auf die Comedy-Bühne eröffnete.

Seinerzeit wollte die frustrierte junge Frau eigentlich nur als Küchenhelferin beim "Quatsch Comedy Club" anheuern, bekam allerdings durch Zufall den Mitarbeiter für das Talent-Booking an die Strippe. Der war von ihrer erfrischend rumpeligen Berliner Schnauze derartig amüsiert, dass er sie zu einem Probe-Auftritt einlud, der dann beim Publikum wie eine Bombe einschlagen sollte.

Für Ilka Bessin wurde so doch noch ein alter Traum Wirklichkeit. Schließlich wollte sie schon als kleines Mädchen später einmal "Clown" werden.

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Kommentare
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B-Promi

auch die new york times macht mal fehler. die haben über einen gestrandeten wahl berichtet und haben versehentlich das foto von cindy über dem artikel abgedruckt.

Petzen!#14
*****
B-Promi

Tut mir leid aber finde diese Frau echt mega unlustig! Kann an ihr nichts witziges finden. Aber das ist dann wohl mal wieder eine Frage des Geschmacks. ;)

Petzen!#13
*****
Jetsetter

Super lustige frau... :-)

Petzen!#12
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Fan

Ich kannte Ilka vor gut 20 Jahren privat, sie rockte damals schon unsere Partys.Sie war und ist einfach nur Klasse und eine super Type.
Ick mag dich immer noch Ilka :-))!

Petzen!#11
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Rockstar

Bald wird bei dieser querformatigen Zumutung - wie bei allen Comedians - der Drive gewaltig nachlassen und dann werden alle sehen, was sie da wirklich hochgepusht haben. Ein bisschen scheint die Begeisterung ja schon jetzt zu sinken. Na ja, irgendwann begreifen es alle, manche halt langsamer, aber spätestens dann, wenn das Niveau endgültig am Boden auf- oder denselben durchschlägt.

Petzen!#10