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Sawyer Sweeten – toter Kinderstar hatte Drogen im Blut

Sawyer Sweeten mit Schwester Madylin und Bruder Sullivan bei einem Event in Los Angeles
FOTOS: Erst Drogen, dann der Tod

Gemeinsam mit Schwester Madylin und Zwillingsbruder Sullivan stand Sawyer Sweeten ab 1996 für "Alle lieben Raymond" vor der Kamera  © Getty Images

Im April nahm sich "Alle lieben Raymond"-Star Sawyer Sweeten im Alter von nur 19 Jahren das Leben. Jetzt enthüllten die Autopsie-Ergebnisse: Sawyer hatte zum Zeitpunkt seines Todes Drogen im Blut.

Es war ein Schock für Hollywood, als sich TV-Star Sawyer Sweeten Ende April mit nur 19 Jahren das Leben nahm. Der ehemalige „Alle lieben Raymond“-Darsteller hatte sich auf der Veranda seines Elternhauses in Texas mit einer Pistole in den Kopf geschossen. Lange wurde über die Umstände dieser dramatischen Tat spekuliert, die sich vor allem die Familie des 19-Jährigen nicht erklären konnte. „Sawyer war nicht irgendein tragisches Hollywood-Kind, das Drogen nahm oder Alkohol-Probleme hatte“, erzählte seine Mutter in einem Interview mit dem „People“-Magazin. Sweeten habe keine klassische Depression gehabt, „er war fröhlich, lebendig und liebevoll“, so die Angehörigen weiter. Zwar hätten sie kurz vor seinem Tod eine Veränderung wahrgenommen, doch dann sei alles wahnsinnig schnell passiert, so dass keiner mit solch einem Ende hätte rechnen können.

Jetzt könnte der Grund für diese Veränderung bekannt geworden sein – und das wird der Familie gar nicht gefallen. Denn entgegen ihrer Behauptungen, hat Sawyer sehr wohl Drogen konsumiert. Das belegen jedenfalls die nach dem Selbstmord durchgeführten toxikologischen Untersuchungen. Im Blut des Schauspielers befanden sich zum Zeitpunkt seines Todes illegale Substanzen. Laut des US-Portals „Radar Online“ konnten Spuren von Marihuana und Cannabinoide nachgewiesen werden. Außerdem zitiert die Seite einen Verwandten: „Ich habe gehört, dass er depressiv war. Depressionen liegen in der Familie, einige Familienmitglieder nehmen sogar Medikamente.“ Angeblich soll sich der Schauspieler in finanziellen Schwierigkeiten befunden haben und unglücklich verliebt gewesen sein. Viele Faktoren, die seinen überraschenden Selbstmord ausgelöst haben könnten.

Eine Antwort auf das „Warum“ geben sie der Familie aber trotzdem nicht. Vor allem für Sawyers Zwillingsbruder Sullivan wird die Lücke, die er hinterlassen hat, nie geschlossen werden können. Die beiden hatten auch gemeinsam für „Alle lieben Raymond“ vor der Kamera gestanden. Damals waren sie erst 16 Monate alt. 2005 hatten sie der Schauspielerei nach dem Ausstieg aus der Serie den Rücken gekehrt. (rk)

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B-Promi

Absolut tragisch...
Kenne ich und kommt mir irgendwie bekannt vor. Als ich ca. 16 war, ging es mir auch schlecht in der Schule (nur 5er und 6er geschrieben und ich hatte Angst, nach Hause damit zu kommen) und auf dem Heimweg machte plötzlich nichts mehr Sinn im Leben. Allerdings wollte ich noch etwas von dieser Erde sehen, denn wozu ist man sonst da? DAS war mein Hauptantrieb, dieser zarte kleine Strohhalm, an dem man sich hinaufziehen konnte. Man ist nicht den Eltern, dem Lehrer, den Anderen Rechenschaft schuldig, sondern sich selbst. Egal ob Erwachsener mit Geldproblemen oder Problemen in der Liebe. Es GEHT IMMER WEITER. Und selbst wenn man nichts hat, so hat man doch irgendwie immer etwas, an dem man sich erfreuen kann (trainieren gehen, Fortschritte erleben oder sich in einem Sprachkurs anmelden). Auch wenn man nur kurz rausgeht und das Zwitschern der Vögel, die bunten Blumen oder einen Windhauch spürt. Geld ist nur ein künstliches Konstrukt, erfunden vom Menschen. Selbst ohne Geld ist man nicht gleich tot. Und die nächste Liebe findet sich immer. Und wenn ein Schauspieler die Liebe des Publikums bei fehlendem Erfolg vermisst, der sollte vor der Schauspielerei das normale Leben kennengelernt haben. Denn auch das das ermöglicht einem alles. Komischerweise habe ich nicht viel, noch nie eine Freundin gehabt, nie Erfolg, kaum Geld, keine eigene Wohnung und keine Freunde, aber irgendwie existiert man ja doch und springt nicht aus dem Fenster raus, auch wenn ständig Prüfungen, Bewerbungen und Arbeit sowie Rentenbescheide reinflattern, die besagen, dass wenn man bis ans Lebensende arbeiten wird, man so viel erhält, dass man zum Sozialfall wird. Aber lächeln tue ich diesen Freitag wieder beim nächsten Bewerbungsgespräch und auch morgen durch die Prüfung.

Petzen!#2
*****
Paparazzo

Mein Ex-Nachbar ist Bestatter. Er hat von seinem Beruf erzählt und er meinte, es gäbe so viele Teenies, die sich das Leben nehmen. Das wäre für ihn das Schlimmste.
In dem Alter, wo sie eigentlich noch nicht viele Erfahrungen haben und wohl nicht abschätzen können, daß es irgendwie weitergeht.
Ich denke, als Familie muss man in dem Alter genau hinsehen.

Petzen!#1