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Charlotte Roche über "Mädchen für alles": Verlogenes Mütter-Bild

Charlotte Roche
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Charlotte Roche hat wieder einen neuen Roman geschrieben: "Mädchen für alles"  © gettyimages

Mutter zu sein, bedeutet ständig glücklich sein zu müssen. Charlotte Roche (37) hat genug von dem Klischee. Darum geht es in ihrem neuen Roman "Mädchen für alles".

Im Jahre 2010 Jahren löste Charlotte Roche mit "Feuchtgebiete" eine neue gesellschaftliche Debatte aus. Ihr Buch wurde nämlich nicht berühmt, weil sie darin hemmungslos über Sex schrieb. Das haben schon Tausende vor ihr getan. Roche brachte mit ihrem Erstlingswerk die Lust am Ekel in die Popkultur. Damit brach sie eines der wenigen übriggebliebenen Tabus. In ihrem neuen Buch "Mädchen für alles", das am 5. Oktober erscheint, hat sie sich einem weiteren Tabu angenähert: Der gesellschaftliche Druck auf Mütter, immer perfekt und glücklich sein zu müssen.

Ihre Geschichte handelt von Christine, die ein scheinbar traumhaftes Leben führt: Sie hat einen Mann, eine kleine Tochter und sehr viel Geld. Doch Christine ist gelangweilt, schaut den ganzen Tag Serien und verstrickt sich nachts in die wildesten Gewaltphantasien. Plötzlich tritt Marie in ihr Leben, die ihr  als "Mädchen für alles" im Haushalt und mit dem Baby unter die Arme greifen soll. Christine will raus aus ihrer Lethargie und beginnt mit Marie eine dramatische Affäre ...

"Es hat unfassbar Spaß gemacht, das Böse abzufeiern und richtig gewalttätige Szenen zu schreiben", erzählt Charlotte in einem Interview mit dem Spiegel. „Der Gedanke an Gewalt ist einfach entlastend, weil man sich als Frau und Mutter sonst immer so vorbildlich muss." Charlotte Roche hat genug von dem Bild der immer sanften und vorbildlichen Mutter. "Mutter sein ist unfassbar anstrengend, aber niemand sagt einem das."

Wie die Romanheldin Christine mit ihrer Mutterrolle umgeht können Fans von den Roche-Büchern schon kommenden Montag erfahren. Ab dann gibt es "Mädchen für alles" im Handel.

 

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Kommentare
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B-Promi

Mit einem Gesicht, dass nur eine Mutter lieben kann.
die soll lieber knattern anstatt zu schreiben.

Petzen!#4
*****
B-Promi

Mutter zu sein, bedeutet ständig glücklich sein zu müssen…
-
Wer sagt denn sowas?
Da hat sie wohl den Müttern in ihrer Umgebung nie richtig zugehört…
Und wer "den Gedanken an Gewalt entlastend" findet, gehört in meinen Augen in die Klapse...

Petzen!#3
*****
Fan

Die fehlt gerade noch..!!

Petzen!#2
*****
Rockstar

Äh doch....eigentlich weiss JEDER, dass Mutter sein auch sehr anstrengend sein kann. DAS weiss man sogar bevor man ein Kinder zeugt, dass Kindererziehung kein Zuckerschlecken ist. Allerdings sind Kinder nicht ausschliesslich Belastung, sondern geben einem auch viel Kraft zurück.
Also sorry, aber inwiefern hat das was mit einem gesellschaftlich verlogenen Mütterbild zu tun, wenn Frau Roche scheinbar planlos ein Kind in die Welt gesetzt hat und sich etwas anderes unter der Mutterschaft vorgestellt hat? Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich viele Frauen in unserer Gesellschaft ein richtiges Bild von der Mutterrolle gemacht haben und genau wissen auf was sie sich eingelassen haben.

Petzen!#1