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Harrison Ford: Ist der Schauspieler zu alt für "Indiana Jones 5"?

"Indiana Jones 5" wieder mit Harrison Ford
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Schauspieler Harrison Ford wird im fünften Teil von "Indiana Jones" wieder dabei sein. Regisseur Steven Spielberg wird mit von der Partie sein  © Splash

Wenn der angekündigte fünfte Teil von "Indiana Jones" im Jahr 2019 in die Kinos kommt, ist Harrison Ford bereits stolze 77 Jahre alt. Ist der Schauspieler als ergrauter Actionheld überhaupt noch glaubwürdig oder sollte er lieber in den Action-Ruhestand gehen? Die Fans sind hin- und hergerissen.

Er hat Ikonen der Filmgeschichte verkörpert und damit Millionen an den Kinokassen eingespielt: Harrison Ford! Wie nun offiziell bekannt wurde, kehrt der 73-Jährige in seine Paraderolle als "Indiana Jones" in die Kinos zurück. Regie führt einmal mehr Steven Spielberg. Der Starttermin für den fünften Teil ist für den 19. Juli 2019 angesetzt, das wäre sechs Tage nach Fords 77. Geburtstag. Doch nimmt man Harrison Ford den ergrauten Actionheld auch mit über 70 Jahren noch ab? Twitter lässt kein gutes Haar an der Entscheidung.

Actionheld oder Actionopa?
Zuletzt war Ford auch als Han Solo in "Star Wars: Das Erwachen der Macht" zurückgekehrt. Dort stellte er unter Beweis, dass er immer noch Raumschiffe fliegen und gegen Bösewichte kämpfen kann, auch wenn seine Actionsequenzen auf ein Minimum reduziert waren. Vielleicht auch deswegen, weil sich der Star bei den Dreharbeiten den Knöchel gebrochen hatte. Han Solo stirbt in Episode sieben, was viele Fans zurecht entsetzt hat. Es gibt der Story allerdings eine tragische Wendung und muss nicht unbedingt mit Fords fortgeschrittenem Alter zu tun haben.

Nun also ein fünftes Mal Indiana Jones. Fans warten schon lange auf eine weitere Fortsetzung. Die Twitter-Meinungen sind dennoch zwiegespalten. Denn wer "Indiana Jones" kennt, der weiß, die Action in den Abenteuerfilmen ist mehr als schweißtreibend.

"Muss das sein?"
"Es dürfte lustig werden, Harrison Ford dabei zuzusehen, wie er seinem eigenen Gallenstein davon läuft", schreibt zum Beispiel ein Twitter-User. Die Kritik der Fans bezieht sich einerseits auf das Alter des Titelhelden, andererseits auf die Ideenlosigkeit von Hollywood, schon wieder eine alte Filmreihe reanimieren zu wollen. Zu der Reihe der ausgedachten Filmnamen zählen "Indiana Jones und der Tod der neuen Ideen von Hollywood", "Indiana Jones und die Suche nach sozialer Sicherheit" sowie "Indiana Jones und die verdammten Hippies". In Anspielung auf Fords fortgeschrittenes Alter kursieren Titel wie "Indiana Jones und der Fluch der Hüftgelenkprothese" und "Indiana Jones und das Geheimnis des sich selbstreinigenden Zahnersatzes" durch die sozialen Netzwerke.

Kritik, die nicht völlig an den Haaren herbei gezogen scheint. Fords Idee, Indiana Jones durch seinen Sohn abzulösen, wäre vielleicht gar nicht schlecht gewesen, wenn Shia LaBeouf und die Story im vierten Teil mehr überzeugt hätten. Ford mit über 70 Jahren noch in den Kampf gegen das Böse zu schicken, leuchtet weniger ein. Womöglich will man auch "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" ausbügeln. Der vierte Teil aus dem Jahr 2008 stieß nicht auf viel Gegenliebe.

Hollywood setzt auf alte Helden
Doch Hollywood hält nun mal an seinen alten Helden fest. Liam Neeson ("96 Hours – Taken 3"), der erst spät das Action-Genre für sich entdeckt hatte, jagt auch mit 63 Jahren als Actionheld über die Kinoleinwände. In der Agenten-Komödie "R.E.D. – Älter. Härter. Besser." nimmt Regisseur Robert Schwentke pensionierte CIA-Top-Agenten auf die Schippe, die immer noch richtig auf den Putz hauen können. Der Cast: Bruce Willis, Morgan Freeman und Helen Mirren. Apropos Bruce Willis – auch bereits 60 Jahre alt und immer noch ein beliebter Actionstar.

Willis wird auch für "Stirb langsam 6" wieder in seiner Paraderolle als Kult-Cop John McClane vor der Kamera stehen. Wann der Streifen in die Kinos kommt, steht aber noch nicht fest. Willis gehört auch zum Altherren-Cast von "The Expendables". Neben ihm sind in den bisher drei Teilen auch Sylvester Stallone, Mickey Rourke, Dolph Lundgren, Antonio Banderas, Harrison Ford und sogar Arnold Schwarzenegger zu sehen gewesen. Die Dreharbeiten zum vierten Teil sollen im Herbst 2016 beginnen. Da sag noch einer, die graue Eminenz von Hollywood habe keine Ahnung mehr von Action! Die Filme haben Kultstatus erreicht.

Ein gelungenes Comeback feierte "Expendables"-Chef Sylvester Stallone (69) auch in "Creed – Rocky's Legacy". Allerdings wird auf sein fortgeschrittenes Alter im Film deutlich eingegangen. Rocky Balboa kämpft gegen den Krebs und betont mehrmals, dass er kein junger Hüpfer mehr sei. Diese Rolle bescherte Stallone jüngst eine Oscar-Nominierung. So klappt das Film-Comeback von Ikonen.

Geduld ist eine Tugend
Noch gibt es keine klaren Aussagen über die Story für den fünften Indiana-Jones-Film. Sicher ist nur, dass George Lucas nicht mehr an der Fortsetzung mitwirken wird. Es ist aber anzunehmen, dass neben Harrison Ford eine Riege an Jungschauspielern eingeführt wird, um das Franchise neu zu beleben, bei "Star Wars" hat das gut geklappt. Man darf gespannt sein, ob Harrison Ford die Peitsche noch richtig schwingen kann. Denn das sollte unabhängig von seinen grauen Haaren und seiner Fitness immer noch möglich sein. (spot)

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Kommentare
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Rockstar

Irgendwann sollte mal gut sein!!!

Petzen!#14
*****
GURU

@Hara
Ich mache mich ganz sicher nicht über Menschen lustig, die eine Rollator brauchen, nur nehme ich denen auch keinen Actionhelden mehr glaubhaft ab.

Petzen!#13
*****
GURU

@Larry
Den Indy-Bonus hat er mit Teil IV verspielt. Da wurde alles zu Lasten der Action geopfert. War in den ersten drei Filmen die Sache zwar abenteuerlich, blieb sie aber immer mehr oder weniger logisch. Bei Teil IV hingegen stimmt gar nichts. Da rauben die Russen einen Außerirdischen - ohne dass der im weiteren Verlauf der Handlung noch eine Rolle spielt (er fehlt zum Schluss auch nicht in der Runde der Außerirdischen), über plötzlich magnetisches Blei sehen wir mal genauso hinweg, wie das der Magnetismus neuerdings wohl von Holzkisten aufgehalten wird ... Warum gelangt man über Maya-Tempel-Ruinen im Inneren eines Raumschiffs, in dem sich auch gewachsener Felsen befindet in eine Sammlung von Artefakten, welche niemand hat dort hinbringen können? Warum öffnen die Außerirdischen ein schwarzes Loch im Inneren ihres Raumschiffs, welches dieses dann verschlingt? Warum kann das verschlungene Raumschiff dann doch starten und wie gelangen erst die Russen hinein und die Protagonisten dort wieder raus? Zur Erinnerung: der Rückweg wurde Indy und seinem Team schon beim Zutritt abgeschnitten. Und woher kommt hoch in den Anden pötzlich das alles verschlingende Wasser? Ich könnte das noch seitenweise fortsetzen.
Aber gut, ich dachte immer, mehr Filmfehler als in Titanic geht nicht, dann kam Pearl Harbour und als mir da fast der Kopf vom Kopfschütteln abfallen wollte, sah ich Indy IV. Das ist wie bei "Starwars I". Als ich den sah, dachte ich, es kann unmöglich schlechter werden, aber dann kam "Starwars II". Als ich nun dachte, schlechter geht s nicht, kam "Starwars III". Das die nachfolgenden Clonewars sogar noch schlechter werden würden, erstaunte dann vermutlich niemanden mehr ...

Petzen!#12
*****
GURU

Ich denke er wird das schon gut machen, da zählt einfach der Indi-Bonus.

Petzen!#11
*****
V.I.P.

Kommt ganz darauf an, was für eine Geschichte sie sich ausdenken. Zu actionlastig kann zumindest die Rolle des Dr. Jones nicht mehr sein. Das müssen wohl Andere übernehmen. Aber als technischer Berater oder so..... :-)))

Petzen!#10