16 Kommentare30.09.2011

Michael-Jackson-Prozess: Arzt ließ Ampullen verschwinden

Der persönliche Bodyguard von Michael Jackson (†50), Alberto Alvarez, sagte am dritten Prozesstag aus, Dr. Conrad Murray habe zuerst Ampullen beseitigt, bevor er den Notarzt rief.

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Michael Jackson
Michael-Jackson-Prozess

Was passierte so schnell mit Jacko?

Im Prozess gegen Dr. Conrad Murray werden die Stunden vor Michael Jacksons Tod rekonstruiert.

Dr. Conrad Murray
Michael-Jackson-Prozess

Der Jackson-Clan bei Gericht

Ehrensache: Jackos Eltern und Geschwister kamen zum Prozess gegen Dr. Conrad Murray.

An Tag drei im Prozess gegen Dr. Conrad Murray vernahm Staatsanwalt David Walgren den ehemaligen Bodyguard des King of Pop. Er kam am Todestag seines Schützlings in dessen Schlafzimmer und sah wie der Leibarzt mit einer Hand das Herz des Musikers massierte.

Jackson lag seinen Schilderungen zufolge mit leicht geöffneten Augen und Mund leblos auf dem Bett. Die Arme hingen schlaff zur Seite runter.

Alvarez führte zunächst die Kinder Prince Michael und Paris aus dem Zimmer. Zurück im Schlafzimmer machte er folgende Beobachtung. Er beschreibt: "Als ich zurückkam, sah ich, wie Mr. Murray eine Handvoll von Ampullen nahm und mich bat, sie in eine Plastiktüte zu packen. Diese Tüte musste ich dann in eine blaue Tüte packen."

Erst nachdem die Ampullen beseitigt waren, soll Murray dem Bodyguard aufgetragen haben einen Notruf zu tätigen. Später habe Murray zu ihm gesagt: "Ich wollte, dass er es schafft, Ich wollte, dass er es schafft." Murray habe ihm für seine Mithilfe gedankt und gesagt: "Wir haben unser Bestes gegeben."

Der Bodyguard gibt an, er dachte, er würde die Sachen für das Krankenhaus packen, als Murray ihm auftrug die Ampullen in Tüten zu verstauen.

Wollte Dr. Conrad Murray mit dieser Aktion die Spuren eines unverantwortlichen Handelns verwischen?

Ursprünglich war in Michael Jacksons Todesurkunde eine "akute Propofol-Vergiftung" als Ursache für das Ableben des Popstars eingetragen. Dies wurde später vom Büro des Gerichtsmediziners von Los Angeles durch die Formulierung "infolge einer intravenösen Injektion durch einen Dritten" ergänzt. Dr. Conrad Murray, von dem die Staatsanwaltschaft ausgeht die Propofol-Injektionen vorgenommen zu haben, steht nun wegen Totschlages vor Gericht. Ihm drohen bis zu vier Jahre Gefängnis.

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Kommentare

pipsi GURU 06.10. 20:49 Uhr 8 1

Das gibt trotzdem keinem das Recht, ihm ne Überdosis zu vepassen. Jackson hatte immer Angst vor dem Tod, das hat er in vielen Interviews geäußert. Der hatte keine Todessehnsucht, der hing am Leben. Der war einfach ein sehr kaputter und zerstörter Mensch, der den falschen Leuten vertraut hat.

Petzen! #16

Frensch Rockstar 05.10. 17:08 Uhr 1 1

MJ war einfach am Ende seiner Kräfte. Viele Drogen, Medikamente und was weiß ich nicht noch alles. Er wäre warscheinlich auch so gestorben.

Petzen! #15

pipsi GURU 04.10. 23:27 Uhr 9 2

Na, das lernt doch jeder kleine Mediziner im ersten Semester! Angebrochene Ampullen bergen Verletzungsgefahr, deshalb müssen die schleunigst entsorgt werden!
Sehr vorbildlich, Dr. Murray! ;-)

Petzen! #14

***** V.I.P. 03.10. 21:35 Uhr 11 2

Über kurz oder lang wäre MJ onehin an dem Medikamenten-Cocktail gestorben. Es grenzt ja schon an ein Wunder, dass er nach all den Operationen und den Medis überhaupt das 50. Lebensjahr erreicht hat. Ob dieser Murray nun für seinen Tot verantwortlich ist, kann keiner hier sagen. Allerdings deuten einige Dinge schon darauf hin. Ganz korrekt hat er sich wohl nicht verhalten, als Arzt hätte er MJ nicht jeden Wunsch erfüllen dürfen.

Petzen! #13

konfessor Paparazzo 03.10. 10:29 Uhr 7 8

Ich verstehe die vielen Schreiber hier nicht, die dem Arzt sozusagen einen Freibrief geben, weil Jackson ja das wollte, was der Arzt ihm wegen der Dollars gab. Für mich hat ein Arzt immer noch einer zu sein, der Menschenleben rettet und nicht sein Konto füllt. Andernfalls darf er sich nicht Arzt nennen. Ich möchte mal sehen, was ihr krank im Bett einen Arzt ruft, der dann sagt, ich komme später mal vorbei, ich muß erst zu einem Privatpatienten, der zahlt mehr.
Zum anderen finde ich, trotz seiner genialen Musik war Michael ein armer Mensch. Einsam und ohne echte Freunde.

Petzen! #12
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