Til Schweiger nach Vorwürfen: "Abgerechnet wird zum Schluss"

Til Schweiger nach Vorwürfen: "Abgerechnet wird zum Schluss"
FOTOS: Schweigers Karriere

Til Schweiger will sich durch Medienberichte nicht beirren lassen  © ddp images

Weiß Til Schweiger, mit wem er da zusammenarbeitet? Diese Frage geistert durch die Medien, seit der Schauspieler mit seinen Plänen, ein Flüchtlingsheim zu eröffnen, an die Öffentlichkeit ging. In einem neuen Interview findet er klare Worte für die Kritiker.

Bei seinem Vorhaben, ein eigenes Flüchtlingsheim zu eröffnen, stößt Til Schweiger (51, "Honig im Kopf") auf erstaunlich viel Gegenwind und ebenso viel Kritik. Berichte über Schweigers Freund Jan Karras und dessen Firma Greenzone Consulting, die Söldner in Krisengebiete vermittelt haben soll, machten die Öffentlichkeit stutzig. Im Interview mit der "Bild"-Zeitung äußerte der Regisseur und Schauspieler sich nun zu den Vorwürfen, denen er und seine Mitstreiter sich konfrontiert sehen.

So soll die ehemalige Kaserne in Osterode, aus der das Heim entstehen soll, Medienberichten zufolge mit Asbest verseucht sein. "Da wird in letzter Zeit viel geschrieben", sagt Schweiger der Zeitung. Auch die Vorwürfe gegen Karras will er nicht stehen lassen. Man wolle "aus einem wunderbaren Menschen einen asozialen Türsteher" machen. "Aus einem ehemaligen Polizeibeamten, der Personenschutz in Krisengebieten gemacht hat, wird versucht, einen etwas geistig debilen, prahlerischen Türsteher zu machen. Ich sage immer: Abgerechnet wird zum Schluss..." Er werde weiter mit Karras "Hand in Hand" gehen.

"Ich stehe zu meinem Wort!"
Schweiger selbst kenne das, was Karras nun erlebt, nur zu gut. "Ich bekomme seit 20 Jahren solche Artikel um die Ohren gehauen, wo gezielt versucht wird, mich falsch darzustellen", sagt er. Gerade eben hatte Wirtschaftsjournalist Roland Tichy auf Twitter gelästert, Schweiger könne bei seinem Auftritt in "Menschen bei Maischberger" betrunken gewesen sein. "Ich weiß nicht, wie diese Menschen in den Spiegel gucken!" empört sich der Schauspieler.

Wolfgang Koch, in dessen Besitz die Kaserne sich befindet, war ebenfalls in die Kritik geraten, da seine Firma Princess of Finkenwerder laut NDR "einen deutlichen Negativwert" in Sachen Bonität aufweise. Schweiger kenne Koch nicht persönlich, wie er der "Bild" erzählt, habe aber Erkundigungen über ihn eingeholt. "Ich habe nur gehört, dass er ein ehrenwerter Familienvater von vier Kindern ist, die jetzt in der Schule angesprochen werden, ob ihr Vater ein Gangster ist!" sagt Schweiger. Er könne nicht verstehen, weshalb Menschen, die einmal Personenschützer waren und solche, die insolvent gegangen seien, automatisch disqualifiziert würden. "Was ist denn das für eine Scheiße! Das Land braucht den Platz für die Flüchtlinge!"

Schweiger unterstützt derzeit ein Flüchtlingswohnheim in Osnabrück, doch sobald das Land jemanden finden würde, der das Heim in Osterode betreibt, stünde er "sofort parat": "Ich stehe zu meinem Wort!" (spot)

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