Glückwunsch!: So war die 84. Oscarverleihung!
Jean Dujardin konnte sich gegen die Hollywood-Schönlinge Brad Pitt (48) und George Clooney (50) durchsetzen, Meryl Streep gewann ihren dritten Oscar. Der charmante Franzose ergatterte in der Nacht zum Montag den Oscar als bester Hauptdarsteller mit seiner Rolle als Stummfilmstar George Valentin. "Wenn George Valentin reden könnte, würde er sagen: Verdammt, genial, danke, großartig", sagte Dujardin.
Die Trophäe für die beste weibliche Hauptrolle erhielt Meryl Streep für ihre Verkörperung der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher in "Die eiserne Lady".
Für die US-Schauspielerin war es bereits der dritte Oscar. Als ihr Name gefallen sei, habe sie die halbe USA "Oh nein, schon wieder sie" stöhnen gehört, scherzte Streep in ihrer Dankesrede. Sie setzte sich damit gegen ihre Kolleginnen Glenn Close (64), Michelle Williams (31), Viola Davis (46) und Rooney Mara (26) durch.
Den Oscar als bester Nebendarsteller gewann der kanadische Schauspieler Christopher Plummer (82) für seine Rolle in "Beginners".
Plummer spielt darin einen alternden Homosexuellen, der sich erstmals offen zu seiner sexuellen Orientierung bekennt. Mit seinen 82 Jahren ist er übrigens der bislang älteste Oscar-Preisträger. Die US-Schauspielerin Octavia Spencer (39) bekam als Haushälterin in dem Südstaaten-Drama "The Help" die Trophäe für die beste weibliche Nebenrolle.
Das war der stummste Oscar aller Zeiten! Der schwarz-weiße Stummfilm "The Artist" des französischen Regisseurs Michel Hazanavicius (44) hat bei der Oscar-Verleihung gleich fünf der begehrten Filmpreise abgeräumt, darunter die Auszeichnung als bester Film.
Hazanavicius erhielt als zweiter Franzose nach Roman Polanski den Preis für die beste Regieleistung. "Ich bin im Moment der glücklichste Regisseur der Welt", sagte er in seiner Dankesrede. Als Hazanavicius später erneut auf die Bühne ging, um den Oscar für den besten Film entgegenzunehmen, schickte er per TV-Gruß seine Kinder ins Bett. "Es ist sechs Uhr morgens in Paris", mahnte der Filmemacher.
"The Artist", der die Geschichte eines mit der Einführung des Tonfilms in Vergessenheit geratenen Stummfilmstars erzählt, holte auch die Oscars in den Kategorien für die beste Filmmusik und die besten Kostüme.
Frankreich feiert überschwänglich den Oscar-Erfolg. Präsident Nicolas Sarkozy würdigte ihn unter anderem als Beleg für die außergewöhnliche Vitalität des französischen Kinos und sprach dem Filmteam seine Glückwünsche aus.
Ebenfalls fünf Oscars gewann die Kinderbuch-Verfilmung "Hugo Cabret" von Martin Scorsese, allerdings alle in technischen Kategorien wie Ton und Spezialeffekte.
Der Film war in insgesamt elf Kategorien ins Rennen gegangen. Als bester Trickfilm wurde "Rango" von Regisseur Gore Verbinski ausgezeichnet, der sich um die Abenteuer eines Chamäleons mit Sinnkrise dreht. Den Preis für das beste Original-Drehbuch heimste Woody Allen für "Midnight in Paris" ein.
Die deutschen Oscar-Hoffnungen erfüllten sich dagegen nicht. Der in der Dokumentarsparte nominierte Wim-Wenders-Film "Pina" ging ebenso leer aus wie der Kurzfilm "Raju" der Nachwuchs-Filmemacher Max Zähle und Stefan Gieren.
Auch die Berlinerin Lisy Christl, die für ihre Kostüme in Roland Emmerichs Shakespeare-Film "Anonymus" nominiert war, erhielt keinen Preis.
Und hier noch mal alle Gewinner im Überblick!
Bester Film:
"The Artist"
Beste Schauspielerin:
Meryl Streep, "Die Eiserne Lady"
Bester Schauspieler:
Jean Dujardin, "The Artist"
Beste Nebendarstellerin:
Octavia Spencer, "The Help"
Bester Nebendarsteller:
Christopher Plummer, "Beginners"
Beste Regie:
Michel Hazanavicius, "The Artist"
Bestes Originaldrehbuch:
Woody Allen, "Midnight in Paris"
Bestes adaptiertes Drehbuch:
Alexander Payne, Nat Faxon, Jim Rash, "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"
Beste Kameraführung:
Robert Richardson, "Hugo"
Bester fremdsprachiger Film:
"A Separation", Iran, Regie: Ashghar Farhad
Bester Dokumentarfilm:
Daniel Junge, Sharmeen Obaid-Chinoywin, "Saving Face"
Bester Kurzfilm:
Terry George, Oorlagh George, "The Shore"
Bester animierter Kurzfilm:
William Joyce, Brandon Oldenburgwin, "The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore"
Bester Original-Song:
Bret McKenzie, "Man or Muppet", "The Muppets"
Beste Filmmusik:
Ludovic Bource, "The Artist"
Bester animierter Film:
Gore Verbinski, "Rango"
Beste Dokumentation:
TJ Martin, Dan Lindsay, Rich Middlemans, "Undefeated"
Bester Sound-Mix:
Tom Fleishman, John Midgleywin, "Hugo"
Beste Sound-Bearbeitung:
Philip Stockton, Eugene Gearty, "Hugo"
Beste Film-Bearbeitung:
Kirk Baxter, Angus Wall, "Verblendung"
Bestes Make-up:
Mark Coulier, J. Roy Helland, "Die Eiserne Lady"
Bestes Kostümdesign:
Mark Bridges, "The Artist"
Beste Art Direction:
Dante Ferretti (Produktionsdesign), Francesca Lo Schiavo (Set-Dekoration), "Hugo"
die quoten dicke war auch dabei!
die sind zu gut die amis!
Jippie! Ein Franzose hat gewonnen! Ha, nicht immer nur die Amis! :D
Mit 82 Jahren nen Oscar zu bekommen ist doch etwas ganz Besonderes !
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war klar das the artist so viele preise bekommt. Ist aber auch echt verdient!! Im 21 Jh noch mal nen Stummfilm zu machen ist echt ne klasse idee!!!






