30 Kommentare

"Tschiller: Off Duty": Darum geht es in dem Action-Streifen

Til Schweiger ist Nick Tschiller
FOTOS: Auf Zeitreise mit dem bewegten Mann

In bester "James Bond"-Manier macht Nick Tschiller auch Moskau (un)sicher  © NIK KONIETZNY

Nick Tschiller kommt einfach nicht zur Ruhe: In "Off Duty" hetzt er von Istanbul nach Moskau und lässt es unterwegs ordentlich krachen. Danach soll sein Feldzug gegen das Verbrechen im TV fortgesetzt werden. Im echten Leben hielten die Mafiosi dagegen beim Dreh die Hand auf.

Obwohl sein neues Kinoabenteuer den Titel "Off Duty" trägt, ist ein Dienstende für Kommissar Nick Tschiller (Til Schweiger) nicht so schnell in Sicht: Auch im "Tatort" soll der schießwütige Polizist wieder auf Verbrecherjagd gehen. "Vier neue Folgen sind geplant", sagt Schweiger der "Bild"-Zeitung. Beim Dreh von "Tschiller: Off Duty" in Istanbul und Moskau bekamen es Schweiger und sein Team dabei auch mit echten Gangstern zu tun – gelegentlich mussten sie Schutzgeld bezahlen, wie der Schauspieler durchblicken lässt.

"Es kommt ja keiner vorbei und stellt sich vor: Guten Tag, ich bin der Herr Soundso von der Mafia. Mussten wir manchmal was drauflegen? Ja!", berichtet Schweiger. "Da standen plötzlich Leute, denen angeblich das Viertel gehören soll", fügt Co-Star Fahri Yardim (Yalcin Gümer) hinzu. "Wir saßen in einem griechischen Café in der Türkei und haben gewartet, bis der 'Interessenkonflikt' gelöst war." Immerhin dürfte im Budget noch Raum für das Bakschisch gewesen sein, denn Schweiger und Produzent Tim Zickler produzierten den Actionkracher für sparsame acht Millionen Euro. "In Hollywood hätte der Film 100 Millionen gekostet!", ist sich Schweiger sicher.

Darum geht es in "Tschiller: Off Duty"
Eigentlich ist Nick Tschiller, wie der Titel schon sagt, außer Dienst. Statt die Badboys Hamburgs möglichst krachend auszuschalten, will er sich um seine Tochter kümmern und gleichzeitig den Tod seiner Ex-Frau aufarbeiten. Eine andere Form, mit der Tragödie umzugehen, hat allerdings Tochter Lenny (Luna Schweiger) im Sinn – Rache. Sie verfolgt den verantwortlichen Gangster Firat Astan, der sich nach Istanbul abgesetzt hat. Doch der naive Plan scheitert, Lenny wird entführt und soll als Prostituierte nach Moskau verkauft werden.

So ist es an Nick Tschiller und seinem Partner Yalcin Gümer, die Fährte der Verbrecher aufzunehmen und den skrupellosen Clan endgültig zu zerschlagen. Ihr treuer Begleiter in Istanbul und Moskau über die rund 90 Minuten Lauflänge: wahnwitzige Action, die Tschiller einen Mähdrescher auf dem Roten Platz parken lässt.

Die Freude an der Übertreibung
"Tschiller: Off Duty" sei ein unterhaltsamer "Kinofilm, der mit der Marke 'Tatort' spielt", so NDR-Unterhaltungskoordinator und Mitverantwortlicher für "Tschiller: Off Duty", Thomas Schreiber. Das kann gleich in doppelter Hinsicht verstanden werden. Denn "Off Duty" soll das Finale der über fünf Filme aufgebauten Story über Tschiller und seiner Nemesis Astan sein. Eine in diesem Ausmaß übergreifende Handlung ist einmalig im "Tatort"-Universum, dennoch soll der Kino-Ausflug auch für Zuschauer funktionieren, die die Vorgänger nicht gesehen haben.

Und zum Zweiten spielt "Off Duty" natürlich wieder einmal mit dem Maximum an Adrenalin-Bombast, dafür steht neben Schweiger wieder Regisseur Christian Alvart. Der letzte TV-"Tatort" namens "Fegefeuer" wurde von den einen als Möchtegern-Actionfeuerwerk nach US-amerikanischen Vorbild verschrien, von den anderen (allen voran von Schweiger selbst) als viriler Eintrag in die Fernsehgeschichte gefeiert. Die Fan-Schere wird auch bei "Off Duty" wieder weit auseinandergehen, angesichts der "James Bond"-Anleihen und "Ein-Mann-Armee"-Mentalität der Hauptfigur auch kein Wunder. Wer klassischen "Tatort" liebt, der wird wohl keine Kinokarte lösen.

Tatsächlich könnte dahingegen "Tschiller: Off Duty" eine Vielzahl Kino-Zuschauer anlocken, die mit der "Tatort"-Reihe herzlich wenig am Hut haben. Der Vergleich zu "James Bond" ist bereits gefallen, mehr noch mutet der Streifen wie eine deutsche Version von "Taken" mit Liam Neeson an - ob der Handlungs-Parallelen kein allzu gewagter Vergleich. Der immense Erfolg jener US-Filmreihe auch im deutschen Kino zeigt, dass Cineasten auf derartige actionlastige Reizüberflutung stehen. Und im Großraumkino wirkt so etwas immer eindrucksvoller als im heimischen Wohnzimmer, aus dem der "Tatort" dank Schweiger mal wieder ausbrechen darf. (spot)

Tipps der Redaktion
schließen
Lies auch ...
Die Kardashians bei einer Veranstaltung in Los Angeles
Kommentare
noch verfügbare Zeichen
*****
GURU

Hi KiebitzEi und portugal - bin an diesem Wochenende schon früher "ausgestiegen" und auch heute nur sporadisch da. Aber Eure Unterhaltung ab #24 hat mich gerade köstlich amüsiert. Na, diesen Wein gönne ich Euch doch.
Wünsche Euch einen schönen Tag. Bis später mal oder morgen - oder so...

Petzen!#30
*****
GURU

@kiebitz
no problem from my side.
wünsche dir auch ein schönes wochen ende. krabbe wird sicher wieder auferstehen.

Petzen!#29
*****
Rockstar

portugal,
es tut mir sehr leid, es waren wirklich keine hintergedanken, mir war/ist es selber peinlich..aber ob die bösen mich jetzt runter däumeln ist mir wurscht, das machen sie auch so das kennt der kiebitz schon...wünsche dir ein relaxtes w.e...ich vermisse krabbe..!!

Petzen!#28
*****
GURU

@kiebitz
wenn wir beim wein bleiben, bist du herzlich eingeladen.... ;-)))) zu dem kleinen lapsus sage ich nur : wenn das mal kein fressen für die bösen user ist die sich hier am wochenende hier tummeln.

Petzen!#27
*****
Rockstar

#27
hätt ich mir auch verkneifen können..
top.de #25 bitte löschen..! ;-)

Petzen!#26