Eurovision Song Contest 2015

Eurovision Song Contest mit Conchita Wurst

 © AFP

Beim Eurovision Song Contest konkurrieren Musiker aus ganz Europa um die musikalische Krone. Spätestens seitdem Lena Meyer-Landrut 2010 mit ihrem Song "Satellite" den Grand Prix wieder nach Deutschland holte, ist der Wettbewerb auch hierzulande für alle Altersgruppen ein TV-Ereignis, das man nicht verpassen darf. Am 10. Mai 2014 trat die junge Newcomer-Band Elaiza um Sängerin Elżbieta Steinmetz, die sich im Vorentscheid überraschend gegen Unheilig durchgesetzt hatten, für Deutschland an. Mit ihrem Song "Is It Right" landeten sie in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen allerdings nur auf Platz 18. Gewinnerin des Eurovision Song Contest wurde die österreichische Kunstfigur Conchita Wurst (Foto), die bei der Show voller Inbrunst "Rise like a Phoenix" geschmettert hatte. 1956 fand der ESC zum ersten Mal statt, damals im schweizerischen Lugano. Erst seit 1958 besteht die Regelung, dass der Wettbewerb immer im Land des Vorjahressiegers ausgetragen wird. So kam es, dass 1957 die Bundesrepublik Deutschland der Veranstalter sein durfte – obwohl 1956 die Schweizer Sängerin Lys Assia den Grand Prix gewonnen hatte. Das Land, das bislang die meisten Siege beim Eurovision Song Contest für sich verbuchen konnte, ist übrigens Irland mit sieben ESC-Titeln. Darauf folgen Frankreich, Luxemburg, Schweden und Großbritannien mit jeweils fünf Siegen. Deutschland gewann genau zweimal – 1982, als Nicole "Ein bisschen Frieden" zwitscherte, und 2010, als Stefan Raab Lena Meyer-Landrut beim Eurovision Song Contest in den Ring schickte. Doch bei vielen ging der Erfolg weit über den Triumph beim Grand Prix hinaus: Die schwedische Band ABBA zum Beispiel nahm 1974 mit "Waterloo" am Wettbewerb teil – alles danach ist Musikgeschichte. Ähnlich lief es auch bei der franko-kanadischen Sängerin Céline Dion, die 1988 mit "Ne partez pas sans moi" für die Schweiz den Eurovision Song Contest gewann. Durch ihre Teilnahme wurde die Sängerin in Europa bekannt.